Wirkung auf Wegen und Plätzen

Natur wirkt – das wissen wir nicht erst seit Biophilia und Shinrin Yoku. Aber es wurde seitdem wieder deutlich ins Bewusstsein zurückgeholt und hat zahlreiche Studien angeregt.

Natur im Kulturraum

Durch kulturelle Interventionen des Menschen ent-stehen neben den „natürlichen“ Gegebenheiten in den Landschaften auch menschengeschaffene Bereiche. Sie bestimmen die regionale Gestalt mit, Naturlandschaft wird zur Kulturlandschaft. 

Ein Beispiel mag dies veranschaulichen: Orte mit unter-schiedlichen Qualitäten und Wirkfaktoren sind ein natürlicher Bestandteil der Natur. Mit der Wahrnehmung durch den Menschen werden sie zu Kraftorten und erst durch ihre kulturelle Nutzung werden sie zu Kultorten. Der Mensch tritt mit seiner Wahrnehmung in Beziehung zur Natur und Kommunikation zwischen Mensch und Erde entsteht. Die Orte erhalten dadurch Bedeutung für die Menschen und werden zu einem Teil der Lebensraumqualität.

Mit Orten der Kraft im Austausch

Die Erfahrung zeigt, dass sich Menschen an bestimmten Orten besonders wohl fühlen und deren kräftigende, regenerierende, entspannende oder inspirierende Wirkung erleben. Wir bezeichnen sie als Orte der Kraft. Es ist eine Wechselwirkung, die zwischen Mensch und Ort entsteht. Große Wandlungskräfte können sich entwickeln. Die Erkenntnis, dass Heilsein und Gesundheit nicht nur die Abwesenheit von Krankheit ist, wird deutlich spürbar. Kraftplätze lehren uns, Heilung als Prozess der Transformation zu verstehen, als Weg der Wandlung – dorthin, wo die Seele eines jeden Einzelnen hinstrebt.

Der natürliche Heilraum

Oft ist es gerade das Erlebnis einer anderen Seite der Wirklichkeit, die uns herausfallen lässt aus einengenden Vorstellungen von gesund und krank. Diese Begegnung hilft uns, Blockierungen zu lösen, alte Strukturen aufzuweichen, Heilung in Gang zu setzten. Neue Ordnung kann geschehen. Heilung ist ein Prozess. Vieles hängt davon ab, wie es gelingt, die heilsame Begegnung, die uns auf Kraftplätzen ereilen kann, ins Alltagsleben zu bringen. Heilende Orte sind Verbündete auf dem Weg der Heilung. Wer sich mit ihnen auseinander setzt, kommt nicht umhin, sich auch mit dem geheimnisvollen Geschehen der Heilung und des Heilseins zu befassen.

Angebote

Untersuchung von Wegen und Plätzen mit

  • Bestandsaufnahme der Landschaft und dessen Inventar, Wanderwege und Kraftplätze sowie möglicher Anbieter (insbesondere Urlaub am Bauernhof) und einschlägiger Aktivitäten in der Gemeinde.
  • Untersuchung der Wege und Plätze im Hin­blick auf die gesundheitsfördernden Wirkungen.
  • Untersuchung des Natur- und Ortskräfte im Hinblick auf die tourismusfördernden Wirkungen.

Zielgruppen

Betriebe aus Landwirtschaft und Tourismus, Urlaub am Bauernhof, Tourismusverbände, Gemeinden, Betriebe und Privatpersonen.

Referenzen

Pesenbachtal – Wege zur Heilung

Waldluftbaden – 33 Wanderwege und zahlreiche Plätze in 12 Gemeinden.

Linz – Stadt und sieben Berge mit natur- und kulturbezogenen Wege- und Platzbeschreibungen.

Erlebniswelt Granit – Österreichs größter Naturstein-lehrpfad mit über 120 Exponaten aus ganz Österreich.